(uw) Seit 2001 begeistert die RETTmobil International, wie die Leitmesse für das Rettungswesen heißt, gleichauf Besucher wie auch Aussteller.
So auch in diesem Jahr. Allerdings, so mein Empfinden, war alles etwas entspannter.
Aus Gründen war ich nur am Freitag auf dem Messegelände, aber es war nicht so das Gedränge, wie in den letzten Jahren, was sich meiner Meinung nach aber positiv auswirkt. Die Aussteller hatten etwas mehr Platz und es war mehr Zeit und Raum für Kundenkontakte und Informationsgespräche, so mein Eindruck. Rekordzahlen sind eben nicht alles. Vermutlich durch die in diesem Jahr stattfindene Interschutz in Hannover haben Besucher und einige Aussteller die Rettmobil ausgelassen.
Seit einigen Jahren ist das Thema taktische Medizin stärker in den Fokus gerückt und auch das Level in der Notfallversorgung und technischen Rettung steigt. Waren es „früher“ noch Pflastersets, Wundverbände und Verbandpäckchen, werden heute Tourniquets, komprimierte Gaze und Traumabandagen in vielen Ausführungen gezeigt und angeboten.
Bei den Workshops und Trainings geht es um Rettung aus komplizierten Lagen. Wie in diesem Jahr die Rettungsübung mit eingeklemmter Person in einem Müllwagen zum Beispiel.
Verstärkt auch das Angebot in Sachen Krisenvorsorge, u.a. für Privatpersonen. Haltbare Konserven sind ein Möglichkeit, aber ohne Wärmequelle nicht immer toll.
Ein Anbieter hatte da eine sehr gute Auswahl an Lebensmittelportionen im Angebot.
15 Jahre haltbar, verschiedene Menüs inkl. Snacks und Zwischenmahlzeiten und vor allem eine autarke Wärmequelle, um die Essenprotion auch heiß zu bekommen. Entsprechende Trinkwasserportionen mit Haltbarkeit von 50 Jahren! gibt es ebenfalls.
Highlight am Freitag war die Präsentation des Intensivtransporthubschraubers der Johanniter. Der in Giesen stationierte Hubschrauber vom Typ H145 D3 kann sowohl Patiententransport oder auch Rettungseinsätze fliegen. Geflogen wurde die Maschine von Andreas Hennig, der auf Instagram mit helifliegen.fi einen informativen Auftritt hat.
Abschlusspressemitteilung vom 18.5.2026 der RETTmobil International:
Die RETTmobil International 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, warum sie
seit Jahren als die internationale Leitmesse für Rettung und Mobilität
gilt. Mit rund 30.000 Fachbesucherinnen und Fachbesuchern sowie etwa
500 Ausstellern aus 28 Nationen wurde Fulda vom 6.-8. Mai 2026 erneut
zum globalen Treffpunkt der Rettungsbranche.
Dabei ist die RETTmobil International weit mehr als eine Fachmesse – sie ist der weltweit
anerkannte Treffpunkt für Entscheider, Macher und Innovationstreiber aus Rettungsdienst, Notfallmedizin, Feuerwehr und Bevölkerungsschutz. Drei Tage lang stand Fulda ganz im Zeichen modernster Einsatztechnik, neuer Mobilitätslösungen und zukunftsweisender Konzepte für den Zivil- und Katastrophenschutz.
Ob modernste Rettungsfahrzeuge, digitale Einsatzlösungen, neue Konzepte für
Bevölkerungsschutz oder internationale Kooperationen – die RETTmobil vereinte erneut
Entscheider, Einsatzkräfte, Hersteller, Hilfsorganisationen und Technologieunternehmen aus aller Welt auf einzigartige Weise. Auf rund 70.000 Quadratmetern präsentierte die Branche ihre neuesten Entwicklungen für den Einsatzalltag von morgen.
„Die RETTmobil 2026 hat unsere Erwartungen übertroffen – gerade vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen und geopolitischen Herausforderungen“, betonte Messechef
Manfred Hommel. Besonders erfreulich sei die starke internationale Beteiligung gewesen.
Zahlreiche Aussteller berichteten von erfolgreichen Gesprächen und Geschäftsabschlüssen mit internationalen Partnern direkt vor Ort in Fulda. „Das unterstreicht die enorme Bedeutung der RETTmobil als internationalen Branchen- und Innovationsstandort“, so Hommel.
Das Vertrauen der Branche in die RETTmobil zeigt sich auch mit Blick auf die Zukunft: Bereits zum Abschluss der Messe hatten weit über 50 Prozent der ausstellenden Unternehmen ihre Pressemitteilung Standflächen für 2027 verbindlich gebucht. Zusätzlich haben zahlreiche namhafte Hersteller aus der Feuerwehrbranche ihre Teilnahme an der Jubiläumsausgabe bestätigt.
Große Aufmerksamkeit galt den neuesten Fahrzeuggenerationen führender Hersteller – von modernen Rettungswagen über innovative Krankentransportlösungen bis hin zu
zukunftsweisenden Mobilitätskonzepten. Gleichzeitig präsentierten Unternehmen aus den
Bereichen notfallmedizinische Gerätetechnik, mobile Ausrüstung, Funk- und Signaltechnik, Mobile Devices, Künstliche Intelligenz, Robotik sowie persönliche Schutzausrüstung ihre neuesten Entwicklungen. Ergänzt wurde das breite Spektrum durch digitale Innovationen wie Telenotarzt-Systeme, intelligente Einsatzdokumentation sowie moderne Plattformen für Großschadenslagen und Krisenmanagement. Die RETTmobil machte damit erneut sichtbar, wie dynamisch sich Technik, Digitalisierung, Ergonomie und Nachhaltigkeit im Rettungswesen weiterentwickeln.
Das praxisnahe Rahmenprogramm machte die RETTmobil International 2026 erneut zu einem besonderen Erlebnis für Fachbesucherinnen und Fachbesucher. Live-Demonstrationen, Einsatzübungen und Fachvorführungen vermittelten eindrucksvoll, wie moderne Rettungstechnik, professionelle Zusammenarbeit und schnelle Entscheidungsprozesse im Ernstfall ineinandergreifen.
Zu den besonderen Publikumsmagneten zählte unter anderem eine groß angelegte
Einsatzübung des ASB gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr Frankfurt am Main sowie der
Feuerwehr Fulda. Gezeigt wurde die aufwendige Rettung einer in einem Müllsammelfahrzeug eingeklemmten Person – basierend auf einem realen Einsatz aus dem Jahr 2023. Die realitätsnahe Darstellung verdeutlichte eindrucksvoll die hohe Professionalität, Präzision und Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen bei komplexen medizinischen und technischen Rettungseinsätzen.
Ein weiterer Höhepunkt war die Landung eines Intensivtransporthubschraubers der Johanniter- Luftrettung neben dem Messegelände. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, die Welt der Luftrettung hautnah kennenzulernen. Neben der Besichtigung des Hubschraubers erhielten Interessierte spannende Einblicke in modernste Medizintechnik, Ausstattung und Einsatzabläufe der fliegenden Intensivmedizin. Ergänzt wurde die Präsentation durch eine Materialschau der Johanniter- Luftrettung sowie Informationen zu beruflichen Perspektiven und Karrierewegen in der Luftrettung. Die Besatzung stand dem Fachpublikum für
Gespräche und Fragen zur Verfügung und vermittelte eindrucksvoll die Herausforderungen und die Faszination ihres Arbeitsalltags.
Fortbildungen und Workshops für Einsatzkräfte sowie medizinisches Fachpersonal waren über alle Messetage hinweg stark gefragt. Die Trainings der LUKAS RESCUE LEAGUE mit der „Realitätsnahen Patientenrettung bei Verkehrsunfällen“ mit den Schwerpunkten der
technischen und medizinischen Unfallrettung waren bereits vor der Veranstaltung größtenteils ausgebucht.
Ein besonderes Merkmal der RETTmobil bleibt außerdem der Offroad-Parcours. Dort konnten Besucher moderne Einsatzfahrzeuge unter realistischen Bedingungen erleben und bei Mitfahrten die Leistungsfähigkeit der Fahrzeuge direkt kennenlernen.
Neben der Fachmesse stand auch der fachpolitische Dialog im Fokus. Hessens Innenminister Prof. Dr. Roman Poseck bezeichnete Fulda bei der offiziellen Eröffnung als „Welthauptstadt des Rettungswesens“. Vertreter aus Hilfsorganisationen, Feuerwehren und Behörden nutzten die Messe intensiv für Austausch, Vernetzung und gemeinsame Zukunftsdebatten rund um Bevölkerungsschutz und Ehrenamt.
Im Rahmen der RETTmobil International fand auch das alljährliche „Elefantentreffen“ zu einem in dieser Form einzigartigen Austausch der maßgeblichen Akteure des deutschen Hilfeleistungs- und Katastrophenschutzsystems statt. Vertreter aller Hilfsorganisationen – darunter ASB, DRK, JUH, MHD und DLRG – trafen gemeinsam mit dem Deutschen Feuerwehrverband (DFV), dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) sowie hochrangigen Vertretern der Bundeswehr zusammen, um aktuelle Herausforderungen im Bevölkerungsschutz und Fragen der gesellschaftlichen Resilienz zu erörtern.
Die besondere Bedeutung dieses Treffens liegt in der gebündelten Expertise und
Verantwortung der beteiligten Organisationen: Selten kommen die zentralen
Entscheidungsträger und Einsatzverantwortlichen des deutschen Hilfeleistungssystems in
einem derart hochrangigen und zugleich praxisnahen Rahmen zusammen. Die RETTmobil
International bietet hierfür die ideale Plattform – als international führende Fachmesse für Rettung und Mobilität verbindet sie Innovation, Einsatzpraxis, politische Diskussion und strategischen Dialog auf einzigartige Weise.
Gerade angesichts zunehmender Naturkatastrophen, geopolitischer Unsicherheiten und
wachsender Anforderungen an den Bevölkerungsschutz unterstreicht das „Elefantentreffen“ die Rolle der RETTmobil International als wichtiger Impulsgeber und zentraler Treffpunkt für die Zukunft der Gefahrenabwehr in Deutschland und Europa.
Mit dem Blick nach vorne wächst bereits jetzt die Vorfreude auf das kommende Jahr: 2027
feiert die RETTmobil International ihre 25. Ausgabe – ein besonderes Jubiläum für die gesamte Branche. Mit der bereits zugesagten Schirmherrschaft des Deutschen Feuerwehrverbandes und einer außergewöhnlich hohen Nachfrage nach Ausstellungsflächen laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren.
Die 25. RETTmobil International findet vom 12. bis 14. Mai 2027 traditionell in Fulda statt – und wird erneut Menschen zusammenbringen, die jeden Tag Verantwortung übernehmen, Leben retten und Zukunft gestalten.
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